Montag, 12. August 2013

Update

Bezugnehmend auf diesen Post möchte ich mitteilen, dass mir aufgefallen ist, dass ich die Hälfte schon geschafft ist. Noch 848 Tage, bis ich offiziell geheilt bin.

Schlechtes Deutsch. Sorry.

Montag, 8. April 2013

Silizium!

Ja genau - fast ein Jahr lang Stille. Ein aufregendes Jahr - endlich eine Berufsausbildung abgeschlossen (Logopädie), Job gefunden, Umzug (von Sachsen nach Baden-Württemberg), neue Wohnung renovieren, neue Wohnung einrichten, arbeiten, ...

Inzwischen fahre ich nur noch halbjährlich zu den Restagings und letztes mal war vermutlich alles in Ordnung - es war ein stressiger Tag und ich habe vergessen, zur telefonischen Auswertung anzurufen. Nächstes mal rufe ich pünktlich an - ich schwör'!

Gestern hatte ich Angst, dass es wieder losgeht - leichter Ausschlag am linken Arm, ein paar Nächte zuvor habe ich anscheinend stark geschwitzt... außerdem wurde bei einem alten Freund Leukämie diagnostiziert. Inzwischen bin ich wieder optimistischer und gehe davon aus, dass bei mir alles in Ordnung ist. Außerdem habe ich vor ein paar Wochen beim Betriebsarzt meine Blutwerte kontrollieren lassen und die waren unauffällig.

Dienstag, 29. Mai 2012

Logo

Falls sich jemand fragt, was ich mache, wenn ich nicht gerade an einem Hodgkin rumlaboriere - die ZEIT hat unter der Überschrift: "Logopäde: Mies bezahlte Sprachhelfer" eine schöne Beschreibung meines Berufes in ihrem Karriere-Berufe-Portal.
Wie meistens wenn die ZEIT was veröffentlicht: halbwegs lesenswert.

Freitag, 30. März 2012

Es ist Frühling!

Der Freund Wacke hat den Frühling gefeiert - mit einem herrlich sommerlichen Poisel-Cover an einem der schönsten Seen in der Umgebung!

Montag, 19. März 2012

recap kw11

Schönwetter-Demonstranten ... zum Kotzen!
...erst gut, oder erst schlecht? oder bunt gemischt? Chronologisch!
- 12.03. Kontrolle in der Klinik, eigentlich alles ganz entspannt und nach dem x-ten Mal sollte man meinen, dass man sich dran gewöhnt... trotzdem immer wieder ein insgesamt eher unangenehmer Gang. Außerdem hat sich beim Ultraschall irgendein asozialer alter Sack vorgedrängelt, so dass ich unnötigerweise eine Stunde länger auf dem Flur rumgesessen habe.
+ 15.03. Zwei charmante Psychologinnen haben uns besucht, weil wir an einer Studie für die José Carrera-Stiftung teilgenommen haben... es ging um Kinderwunsch und allgemeine Lebensqualität von jüngeren ex-Krebspatienten.
+ 16.03. Bei allerbestem Wetter (siehe Foto) gegen einen der vielen Chemnitzer Naziläden demonstriert. Insgesamt eine hübsch-bunte Veranstaltung. Etwas geschmälert wurde der positive Gesamteindruck von einer offensichtlich überforderten Antifa-Rednerin, die sicher viel zu sagen hatte (und sicher auch manches Richtige, Wichtige), die sich aber in ihren extremismustheoretischen Haarspaltereien etwas verheddert hat...
+ 17.03. St.Patrick's Day - wurde genutzt, um mit den alten Nachbarn aus Studentenwohnheimszeiten einen gemütlichen Abend zu verbringen. Dabei wurde ich auf einen offensichtlich gnadenlos unterschätzten Film gestoßen - I LOVE YOU, MAN. Großartig!

Also: Gute Woche!

Donnerstag, 8. März 2012

Qualitätsjournalismus

Gut gemacht, liebe SuperIllu (und wenn ich "lieb" schreibe, meine ich natürlich "ekelhaft")!
Wenn ich der erwähnte Hans-Joachim Wolfram wäre (und vorausgesetzt ich hätte Krebs und meinen Job verloren - keine Ahnung was an der Schlagzeile stimmt), wäre ich der SuperIllu für diese äußerst einfühlsame Schlagzeile sehr dankbar. Wenn man eine derartige Diagnose bekommt, ist das, was man am dringendsten benötigt, ein sensationsgeiler Provinz-Schmierfink, der eine "Erst Job weg, jetzt Krebs"-Schlagzeile hinrotzt und auch noch hämisch meine Tochter erwähnt, die nun "auch ohne Sendung dasteht". Vielleicht solltet ihr bei Bergdoktor-Schmonzetten bleiben, damit macht ihr wenigstens nichts kaputt.

Nach dem informativen und meiner Meinung nach wichtigen Artikel in der ZEIT vor ein paar Wochen, kommt nun das untere Ende des journalistischen Spektrums zum Zuge... gefunden im untersten Regal meines Supermarkts.

Mittwoch, 7. März 2012

Fuck Cancer!

So macht man keine Screenshots! 
xkcd.com bringt's mal wieder auf den Punkt.
http://xkcd.com/931/

Danke an ZEIT.de-User simlei für den Hinweis.

Montag, 30. Januar 2012

S21

S21 - das hat mich sehr nachdenklich gemacht.
Ein relativ spontanes Treffen (29.01.) mit Herrn Breuer, meinem alten Freund aus sorglosen Chemnitzer Tagen, hat es mir ermöglicht, die Situation vor Ort einmal selbst unter die Lupe zu nehmen.
Mitsamt der echten, schwäbischen Wutbürger.
Sehr eindrucksvoll!

In letzter Sekunde - heute (30.01.) begannen die Abrissarbeiten am Südflügel.

Samstag, 28. Januar 2012

Luxusprobleme...

"Auf die Probleme der Langzeitüberlebenden jedoch ist unser Gesundheitssystem nicht eingestellt."
Kauft die neue ZEIT! (oder wartet, bis der Artikel in der online-Ausgabe der ZEIT steht)
Ein interessanter Artikel über das Luxusproblem Langzeitüberlebende. Früher war man froh, wenn man die Patienten dank Chemo und Bestrahlung ein paar Jahre länger am Leben erhalten hat, heute werden massenhaft Patienten (insbesondere nach Krebs im Kindes- und Jugendalter) als "geheilt" entlassen. Hier gilt - wer fünf Jahre geschafft hat, ist in der Regel offiziell geheilt.
Die Spätfolgen von Chemo und Bestrahlung rücken erst sehr langsam ins Bewusstsein der Ärzte... ein interessantes Thema, hoffentlich auch bald in der online-ZEIT (im Bereich Wissen-Gesundheit). Danke Herr Burkhard Straßmann, dass Sie sich Sorgen um uns machen! ;)

Auch die deutsche Krebshilfe eV beschäftigt sich mit den Spätfolgen der Krebstherapie.

Sonntag, 15. Januar 2012

работа

KAE - Göppingen
Genau, fleißig arbeiten!
Seit 3.1.2012 bin ich zum Praktikum in der Klinik am Eichert in Göppingen (Baden Württemberg, nicht Göttingen!). Spaß!

Am 19.12.2011 war die letzte Kontrolle - alles gut. Das Restgewebe vom Tumor schrumpft weiter, damit schrumpft auch die Zahl der Untersuchungen, die bei jeder Kontrolle gemacht wird. Von sieben (PET, CT-Thorax, CT-Abdomen, EKG, Sono, Blut, Urin) sind bei der letzten Kontrolle noch vier (CT-Thorax, Sono, Blut, Urin) übrig geblieben, wenn die nächste Kontrolle auch gute Ergebnisse bringt, wird nur noch geröntgt (und halt die obligatorische Blutuntersuchung + Urinprobe).

Montag, 17. Oktober 2011

Bad As Me

Auf BadAsMe kann man das neue Album von Tom Waits probehören. Natürlich gibt's das Album auch schon bei den einschlägigen Quellen zum illegalen Download und ab 21.10.2011 auch im Handel zu kaufen.
Sowohl Probehören, als auch kaufen lohnt sich definitiv!

Montag, 10. Oktober 2011

Wochenende

Wie es sich für einen interessierten Patienten (Ex-Patienten?) gehört, habe ich natürlich die Info-Veranstaltung von meiner behandelnden Ärztin und ihrem Mann (ihr Chef) besucht. Die Stimmung war lockerer und entspannter, als ich das von einem Info-Tag für Krebspatienten erwartet hatte - es wurde beiläufig über Krankheitsverläufe und bevorstehende Untersuchungen gesprochen und auch der Vortrag vor Patienten war vom Tonfall manchmal eher locker-flockig - sehr angenehm.

Den Nachmittag habe ich, wie es sich für einen engagierten Patienten gehört, mit Sport verbracht - auf einer Bowlingbahn mit Schwarzlicht und X-Wing-Wandmalereien, anschließend konnte in 60m Höhe die Aussicht über Chemnitz studiert werden - auf dem Turm gegenüber vom Südbahnhof.
Lohnt sich!

Freitag, 7. Oktober 2011

[wi:kɜnt]

Morgen ist der 1. Chemnitzer Patienteninformationstag zum Thema Hämatologie/Onkologie. Weil das Hotel gleich bei mir um die Ecke ist und mich das Thema ja irgendwie betrifft, werde ich da mal vorbeischauen und mir den Vortrag von Dr. Hänel (Chefarzt von "meiner" Station) zum Thema Hodgkin anhören.

Samstag, 1. Oktober 2011

Kontrollen

Seit dem Ende meiner Therapie (Chemo & Bestrahlung) bin ich nun brav fünf mal zur Kontrolle gelaufen, meistens mit CT und PET. Weil der "Restbefund" - was vom Tumor übrig blieb - immer mal seine Größe ändert, meinte meine Ärztin, es wäre angemessen, lieber eine Diagnostik mehr zu machen. Außerdem sind die Strahlendosen durch PET und CT verschwindend gering im Vergleich zu dem, was ich sowieso während der Bestrahlung abgekriegt habe*, so dass sie mir lieber etwas zusätzliche Strahlung zumutet, um dadurch Gewissheit über den Zustand des Restbefundes zu bekommen.
Der Rest wurde mal größer, mal kleiner, sein Maximum hatte er bei einer Länge von ca 6,5cm und 3cm Dicke, inzwischen sind es nur noch ca 5cm und 2cm Dicke. Das PET zeigt aber keine Aktivität in dem Bereich, vielleicht ist es also einfach nur Narbengewebe. Deswegen aber so einen Holzfäller aka Chirurgen auf meinen zarten Brustkorb loszulassen, um eine Probe zu entnehmen, wäre etwas übertrieben.

* Wenn meine stümperhaften Schätzungen halbwegs korrekt sind, ist die Strahlendosis aus der Bestrahlung mehr als 400 mal so hoch, wie die Strahlendosis aus allen CTs und PETs zusammen - ich weiß nicht, ob mich das beruhigen, oder beunruhigen sollte. 1 2 3 4

Donnerstag, 29. September 2011

Ein guter Tag

nicht im Bild: ich.
Na das war doch mal ein rundum gelungener Tag!
Morgens zur Sono bei einem netten älteren Herren (Typ: guter Opa), Mittags zur Auswertung von PET, CT, und sonstigen Untersuchungen (ist schon ein paar Wochen her) - Ergebnis: alles gut. Die Ärztin hat mich zwar zum HNO geschickt, weil ich anscheinend einen chronischen Schnupfen habe, aber verglichen mit dem, weswegen ich eigentlich bei ihr war, ist ein chronischer Schnupfen eine erfreuliche Nachricht.

Später ging's dann auf eine ziemlich eindrucksvolle Führung durch die Innereien der Chemnitzer Oper, inkl. Hauptprobe der Zauberflöte (Premiere am 02.10.2011). Die Zauberflöte wird bis zum 27.05.2012 insgesamt 15 mal aufgeführt, es lohnt sich!
Rechts zu sehen: Marko und Jule, zwei herzallerliebste Menschen aus meinem Ausbildungsjahrgang.

Samstag, 12. Februar 2011

Hohlspiegel 2

Ja ich weiß, ich hatte geschrieben, dass jede Woche der beste Hohlspiegel-Abreißkalender-Spruch präsentiert wird. Das war eine seeeehr lange Woche, genaugenommen war sie 33 Tage lang, damit dürfte sie problemlos die längste Woche des Jahres werden. Hier also nun der Gewinner der zweiten Woche:
Seine Mutter Ellen ist überzeugte Sozialistin, aber für ihre große Liebe gibt sie die DDR auf - nur um zu erfahren, dass der Mann verheiratet ist, zwei weitere Kinder und eine Hakenkreuzfahne an der Wand hängen hat. (Tagesspiegel)
So sind sie, die Nazis - als ob die Tatsache Nazi zu sein noch nicht schlimm genug wäre, sind sie auch noch Heiratsschwindler und Kindermörder. Schreckliches Pack!

Montag, 10. Januar 2011

Neujahr!

Gesundes neues Jahr (jetzt kann ich auch nachvollziehen, warum man sich ein gesundes neues Jahr, und nicht nur ein frohes, oder gutes wünscht)!
Weil mir die liebe Jule einen fantastischen Hohlspiegel-Abreisskalender geschenkt hat, gibt es nun jede Woche den besten Hohlspiegel-Spruch, für die erste Januar-Woche sind es gleich zwei:
"Signale für Ende der Tahlfahrt
Merkel verbreitet in Hannover Zuversicht - Stellenabbau droht." (Nordwest-Zeitung)
Klingt komisch, ist aber gar nicht so unwahrscheinlich ist, dass es tatsächlich so gelaufen ist - vorne steht Merkel und hält eine begeisterte Rede, dass Umsätze und Gewinne wieder steigen, während hinten die Angestellten rausgejagt werden. (Vorsicht - Polemik!)
"Im Bereich der gesamten Polizeidirektion kommt inzwischen jeder fünfte Unfall wegen eines die Fahrbahn nicht vorschriftsmäßig querenden Rehs oder Wildschweins zustande." (Rheinpfalz)
 Ja, diese Wildschweine sind schon schlimme Rowdies, so rücksichts- und verantwortungslos setzen sie das Leben vieler Autofahrer aufs Spiel.

Montag, 20. Dezember 2010

Jahresrückblick - Anfang.

Vor ein paar Tagen stand ich auf dem Hormersdorfer Weihnachtsmarkt und habe mir die Füße abgefroren. Als ich letztes Jahr an der gleichen Stelle stand, hatte ich innerhalb von zwei Stunden 39°C Fieber und der ganze Kladderadatsch (das Wort existiert tatsächlich und bedeutet so viel wie „etwas fällt herunter und bricht mit Krach in Scherben“) ging los.
Nun sitze ich an meinem (neuen) Schreibtisch, habe eine bessere Frisur als letztes Jahr und es geht mir gut. Viele liebe Menschen, die immer für mich da waren, haben es geschafft, dass ich viele, viele schöne Erinnerungen aus diesem Jahr mitnehmen werde.

Danke!

Jahresrückblick - Ende.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

schneeflöckchen...

Winter in Chemnitz - und weil ja kein Mensch damit rechnen konnte, dass es dieses Jahr schon wieder zum Jahresende kalt werden könnte (von Schnee ganz zu schweigen), herrscht seit mindestens einer Woche Ausnahmezustand im Nizza des Ostens.
Aufmerksame Beobachter geben an, den Winterdienst bei der Arbeit gesehen zu haben - diese Meldungen habe ich bisher als reine Spinnerei abgetan, letzte Nacht konnte ich aber einen Herrn beobachten, wie er einen Pfad zum Ticketautomaten der CVAG freigeschaufelt hat. Zumindest Ansätze von Winterdienst scheinen also vorhanden zu sein.
Positiv an den spiegelglatten Straßen sind die vielen schönen Auffahrunfälle mit Schrittgeschwindigkeit, die man zur Zeit beobachten kann - auch Rentner mit Rollatoren und Mütter mit Kinderwagen, die im knöcheltiefen Schnee stecken bleiben, sowie Passanten aller Altersklassen, die in bester Slapstick-Manier auf dem Glatteis ausrutschen sind eine wahre Freude in der Weihnachtszeit. Letzteres ist mir auch schon zwei mal passiert, was dank Falithrom zu lila-roten Hämatomen in der Größe von 5DM-Stücken an beiden Knien geführt hat (dank meiner außergewöhnlichen Geschicklichkeit, bin ich jeweils ein mal auf jedes Knie gefallen!).

Die Schulen sind seit kurzem geschlossen, aber wenigstens der Nahverkehr fährt... ab und zu mal. Mit etwas Geduld und viel Glück erwischt man hin und wieder eine der selten gewordenen Straßenbahnen und im besten Falle trifft man eine gut gelaunte Straßenbahnfahrerin, die einen freundlich begrüßt: "soo, riggen se mol dorsch und machn Bladz! weil wenn de Dürn ned mehr zugehn, räum isch de bohn leer, stell auf "Dienstfohrt" und fohr nach Gablenz zum Bedriebshof!!" ("So, jetzt rücken sie alle mal durch und machen Platz! Weil wenn die Türen nicht mehr zugehen, räum ich die Bahn leer, stell auf "Dienstfahrt" und fahr nach Gablenz zum Betriebshof")
Das ist die vielgelobte Chemnitzer Herzlichkeit - sie zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass nach wüsten Pöbeleien und Beschimpfungen meistens auf körperliche Gewalt verzichtet wird.