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Freitag, 13. August 2010

Maskenball...

Gestern war es endlich soweit - erste Vorbereitungen für die Bestrahlung. Mir wurde eine Maske gebastelt, mit der ich dann ab nächster Woche jeden Tag auf einer Liege festgeschnallt werde. Kopf, Hals und Brustbereich sind damit ziemlich sicher fixiert, so dass die Maschine immer den gleichen Bereich bestrahlt. (Bild)
Das Anfertigen der Maske war sehr angenehm - ein weiches, warmes Kunststoffgitter wird über das Gesicht gelegt und an die Konturen des Kopfes und der Schultern angedrückt. Nach einigen Minuten kühlt sich der Kunststoff ab und wird fest - das war's auch schon.
Anschließend wurden noch ein paar Markierungen angebracht - Punkte an denen das Koordinatensystem für die Bestrahlung ausgerichtet wird und die Bestrahlungsfelder müssen dann nicht mehr auf die Haut gemalt werden, wie das früher üblich war, sondern werden direkt auf die Maske gemalt. (link)
Nach der Behandlung kann ich die Maske übrigens behalten - Juchee!

Nächste Woche geht's los, erst noch irgendwelche Vorbereitungen und dann kommt tatsächlich "schon" die erste Bestrahlung - dass ich das noch erleben darf.

Montag, 15. Februar 2010

Endlich mal 'ne Frisur!

Damit der Schritt zur Glatze nicht mehr ganz so groß ist, wollte ich noch vor Beginn der Chemo von meinen lange gehüteten langen Haaren Abschied nehmen. Meine Freundin meinte, sie würde sich wohl kaum überwinden können, mir die Haare zu schneiden, also haben wir eine gemeinsame Freundin um diesen Gefallen gebeten.
Mit Schere und Rasierapparat bewaffnet tauchte sie auf und dann ging es ans Werk - wider erwarten haben wir viel gelacht. Unter anderem konnten wir nachweisen, dass der sogenannte "Topfschnitt" tatsächlich mit Hilfe eines Kochtopfes erreicht werden kann (siehe oben), einen Irokesen á la Beckham und einen Bob (die Trendfrisur 2010!!!) hatte ich zwischendurch auch kurz, aber nach langem zippeln und zuppeln war schließlich ein äußerst zufriedenstellendes Ergebnis erreicht.

Nach 13 Jahren trägt der olle Chaot endlich mal ne anständige Frisur!

Samstag, 13. Februar 2010

rette sich wer kann...

Weil im Rahmen der Chemo meine Zeugungsfähigkeit arg in Mittleidenschaft gezogen wird, hat mir meine Ärztin empfohlen, mein edles Erbgut mittels Kryokonservierung zu retten.
Also bin ich gestern gut gelaunt 180km gefahren um in angenehmem Ambiente (siehe rechts) "zur Tat zu schreiten", wie es die Schwester ausgedrückt hat. Der patente Professor meinte zwar, dass die peinliche Prozedur in den meisten Fällen überflüssig ist - die Spermienproduktion regeneriert sich meistens innerhalb von einem halben Jahr so weit, dass das eingefrorene Ejakulat weggeworfen werden kann, aber so bin ich auf der sicheren Seite.
Der Spass kostet mich vorraussichtlich ca. 400€ (300€ + 19% Steuern + 15€ für jede weitere eingefrorene Probe - wird leider nicht von der Krankenkasse übernommen), aber es ist ja für einen guten Zweck.

...sehr schön, ein Blog-Eintrag direkt aus den tiefsten Tiefen der Alliterations-Hölle, wo man sonst nur BILD-Schreiberlinge ("Porno-Papst prügelt pädophilen Priester"), oder Inka Bause ("der zwielichte Ziegenhirte Zarathustra und die dralle Dresdnerin Dragana...") antrifft.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Shopping...

Eigentlich wollte ich ja bloß Schinkenwürfel kaufen, um mir später noch was Kleines zu kochen, aber dann habe ich mich an die Worte meiner Ärztin erinnert und alles gekauft, worauf ich gerade Appetit hatte.
Donut mit Plastikfigur, Schokoriegel, Schokolade, Kekse, Thunfisch, Bananen. Bevor Montag die Chemo losgeht sammel ich Kalorien wo ich nur kann - ich werd in den nächsten Monaten von ganz allein wieder auf meine gertenschlanke Strandfigur kommen.