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Mittwoch, 4. August 2010

Montag, 19. April 2010

Chemo, Zyklus3, Woche 3-4

Heute (Montag) ging es mir unglaublich gut, obwohl ich "schon" um 8:30h aufgewacht bin! Nach dem Frühstück bin ich zum Krankenhaus gefahren, um mir bestätigen zu lassen, dass ich wirklich krank bin (Weil ich einen Antrag auf Unterstützung von der deutschen Krebshilfe stellen will, muss ich logischerweise nachweisen, dass ich Krebs habe). Beim Sozialdienst der Klinik ist mir dann aufgefallen, dass die Zettel, die ich ein paar Tage vorher eingepackt habe, keine Nachweise über meine Einkünfte und Ausgaben, sondern nur irgendwelche Briefe aus meinem Aktenordner waren. Peinlich... wer weiß, was ich mir beim Einpacken gedacht habe, offensichtlich nicht besonders viel.

Nach meinem letzten Eintrag habe ich mit meiner Freundin auf Einladung von meinem Onkel ein luxuriöses Wochenende in München verbracht. Gutes Essen, die Familie treffen, Übernachtung im 5*-Superior Hotel ...
Eine willkommene Ablenkung, bevor es am 12.04.2010 die nächste Dosis ABVD gab. Erst wurde aber noch ein Herz-Echo gemacht, Doxorubicin ("Red Death") bricht gelegentlich Herzen und weil ich dicke Beine und hohen Blutdruck hatte, wollte meine Ärztin sichergehen, dass mein Herz noch nicht gebrochen ist.
Das Herz-Echo wird übrigens im Allgemeinen nicht durch die Speiseröhre gemacht, sondern anscheinend nur, wenn auf dem "von außen" gemachten Herz-Ultraschall irgendwas verdächtig scheint... ich hatte mir schon Sorgen gemacht.
Der Kardiologe hat mir übrigens Komplimente für mein "schönes Herz" und meine schlanke Gestalt gemacht - nach seiner Aussage haben seine Patienten sonst mindestens 20kg Übergewicht. Na da ging's mir aber gut!

Die Tage nach der Chemo waren unschön, Übelkeit und Kopfschmerzen haben sich etwas länger gehalten als letztes Mal. Samstag ging es wieder gut, abends wurde gegrillt und Sonntag haben wir mit den Nichten und Neffen (3, 8 und 8 Jahre) von meiner Freundin Drachen steigen lassen.

Montag, 15. Februar 2010

Endlich mal 'ne Frisur!

Damit der Schritt zur Glatze nicht mehr ganz so groß ist, wollte ich noch vor Beginn der Chemo von meinen lange gehüteten langen Haaren Abschied nehmen. Meine Freundin meinte, sie würde sich wohl kaum überwinden können, mir die Haare zu schneiden, also haben wir eine gemeinsame Freundin um diesen Gefallen gebeten.
Mit Schere und Rasierapparat bewaffnet tauchte sie auf und dann ging es ans Werk - wider erwarten haben wir viel gelacht. Unter anderem konnten wir nachweisen, dass der sogenannte "Topfschnitt" tatsächlich mit Hilfe eines Kochtopfes erreicht werden kann (siehe oben), einen Irokesen á la Beckham und einen Bob (die Trendfrisur 2010!!!) hatte ich zwischendurch auch kurz, aber nach langem zippeln und zuppeln war schließlich ein äußerst zufriedenstellendes Ergebnis erreicht.

Nach 13 Jahren trägt der olle Chaot endlich mal ne anständige Frisur!